Während ich diesen Artikel schreibe, dudelt im Hintergrund wie so oft Musik. Manchmal brauche ich zum Schreiben absolute Ruhe (gerade, wenn ich seit Tagen an einem Kapitel hänge, nicht weiterkomme und kurz davor bin, meinen Computer gegen die Wand zu hämmern), manchmal hilft mir Musik, mich auf die Schreibarbeit zu konzentrieren. Zumindest bilde ich mir das ein. Bestimmt ist nicht jede Musik als Geplätscher im Hintergrund geeignet. Sprache (selbst wenn es japanisch ist und ich nicht den Hauch einer Ahnung habe, was der Text bedeuten soll) lenkt mich zum Beispiel ab. Genauso geht es mir, wenn die Musik zu laut oder zu „rockig“ ist. Guns ‘n Roses zu hören, ist meiner Erfahrung nach keine gute Idee. Ich habe festgestellt, dass für mich Filmmusik optimal ist. Hier meine persönliche Top 3.
3. “I am Legend” Original Motion Picture Soundtrack von James Newton Howard
Ein toller Film mit einer melancholischen Grundstimmung, die von bedrohlichen Momente und Augenblicken des Schreckens durchbrochen wird. Und genau so ist auch die Musik. Das Stück “My Name is Robert Neville” könnte ich immer wieder hören.
2. “Inception” Music from the Motion Picture von Hans Zimmer
Dieser Soundtrack kommt von einem weiteren weltberühmten Hollywood-Musikkomponisten: Hans Zimmer. „Inception“ ist ein rasanter Actionfilm, dessen ungewöhnliches Bläserthema mir schon im Kino unter die Haut gegangen ist. Abgesehen von „Half remembered Dream” ist „Mombasa” ein tolles, einpeitschendes Stück Musik. Wenn ein Film über das Träumen einen nicht zum Schreiben animieren kann, was dann?
1. „Gattaca” Soundtrack von Michael Nyman
Das ist der Soundtrack, auf den ich seit vielen, vielen Jahren immer wieder zurückkomme – besonders dann, wenn es mit dem Schreiben mal nicht so läuft. Ein großartiger Science Fiction Film, mit grandiosen Schauspielern, der aber nie so wirklich erfolgreich war. Am Soundtrack kann es nicht gelegen haben (okay, an der Story auch nicht, denn die ist wirklich bewegend – auch für jeden, der mit dem SF Genre nichts anfangen kann), denn er ist vom ersten bis zum letzten Track mitreißend. Melancholisch, aber nie sich in der Trauer badend oder gar ertrinkend. Immer voll Hoffnung.
Guns n’ Roses zu hören ist prinzipiell keine gute Idee …
Du magst Guns ‘N Roses nicht? Nun, ich bin auch kein großer Fan, finde aber den einen oder anderen Song mehr als okay. Ich weiß, dass du “früher” mal Musik beim Schreiben gehört hast. Und jetzt? Übrigens: Mein aktueller Schreibsoundtrack ist das Album zu “Prometheus”.
Nee, Guns’n'Roses sind so gar nicht meins. Ja, manchmal höre ich Musik, manchmal nicht. Keine Ahnung, warum ich manchmal welche brauche und manchmal auch nicht.
Ich habe mir aber für alle Fälle eine Soundtrack-Liste zusammengestellt. Da sind so Sachen drauf wie der Soundtrack zu Super 8, LOST, alle drei Zimmer-Batman-Soundtracks usw.
Batman und natürlich Lost kann ich auch nur empfehlen.
Inception und I Am Legend sind geniale Soundtracks, die liebe ich! Hans Zimmer macht sowieso grandiose Musik. Ich muss sagen, ich höre zwar alles mögliche querbeet, aber instrumental Musik finde ich beim Schreiben immer noch am Besten.
Jupp. Sonst höre ich auch eher anderen Kram (nein, Marcus, nicht Guns ‘N Roses), aber beim Schreiben geht nichts über einen guten Film-Soundtrack, finde ich. Die Musik ist halt so komponiert, um Emotionen zu vermitteln, gleichzeitig aber nicht zu aufdringlich zu sein. Und je nach Stück kann man seine eigenen Erinnerungsfetzen und Assoziation zum Film verwenden, um in die richtige Schreibstimmung zu kommen.
Danke für die Tipps! Zu meinen persönlichen Favoriten gehören der Soundtrack von “300″ und der des Spiels “Trine 2″ – einfach mal reinhören…
“300″ höre ich auch immer wieder. An Spiele-Tracks “Heavy Rain”
Ich bin recht eigen, wenn es ums (literarische) Schreiben geht. Am liebsten habe ich absolute Ungestörtheit, absolute Ruhe – und weil Idealzustände so selten sind … Du siehst mein Dilemma.
Musik beim Schreiben habe ich (Grund s. o.) noch nicht ausprobiert. Ich weiß aber, dass viele Autoren Musik dazu nutzen, sich in die passende Stimmung für die zu schreibende Szene zu bringen. Vielleicht sollte ich es mal probieren. Und vielleicht lenkt es vom Geschrei und Gekreisch der Nachbarskinder im Planschbecken ab.
Ich höre schon den Aufschrei. Kinder sind super und ich gönne ihnen ja den Spaß, Bei solchem Tohuwabohu aber zu schreiben ist für mich (!) unmöglich. Vielleicht nutzen ja tatsächlich Kopfhörer und Instrumentalmusik. Einen Versuch ist es wert.
Danke für den Beitrag und die Inspiration!
Mit der Ruhe und der Musik ist das wirklich so eine Sache: Es gibt auch Tage, da brauche ich absolute Stille. Auf der anderen Seite: Wenn ich morgens “Prometheus” anschmeiße, weiß mein Gehirn gleich, dass es mit dem Schreiben losgeht. Bilde ich mir wenigstens ein (ja, ja, die gute, alte Selbsttäuschung).
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