Nur noch 14 Tage bis zum Beginn des NaNoWriMos. Mann, die Zeit vergeht.
Ich hatte ja bereits geschrieben, dass ich es wichtig finde, vorher alle laufenden Projekte abzuschließen (oder soweit zu bringen, dass man sie getrost unterbrechen kann). Nichts wäre schlimmer, als während des NaNoWriMos noch andere Dinge im Kopf zu haben. Heute Morgen habe ich (endlich) das erste Manuskript meines laufenden Romanprojektes abgeschlossen, sodass ich mich nun voll und ganz auf die Vorbereitung des NaNoWriMos konzentrieren kann. 50.000 Wörter in einem Monat – da muss man konzentriert arbeiten. Und sich gründlich vorbereiten.
Die Vorbereitung
Tja, im letzten Jahr hatte ich dafür vier Wochen und die Zeit hatte damals gerade so gereicht. Mal sehen, wie das in diesem Jahr wird. Unerlässlich ist es, sich mit den Figuren seines Romans zu beschäftigen. Zum Glück habe ich von meinen Hauptfiguren schon eine ganz gute Vorstellung. Was noch fehlt: Die Details, grobe Lebensläufe, das Aussehen. Ein paar Notizen zur Persönlichkeit – und natürlich die Namen. Hier habe ich die Erfahrung gemacht: Dies nicht auf den NaNoWriMo verschieben. Nichts nervt beim Schreiben mehr, als plötzlich nicht zu wissen, wie eine Figur heißen soll. Zur Not, eine Webseite wie den RealNameGenerator bookmarken. Wichtig: Auf die Beziehungen der Figuren zueinander achten. Überlegen, welche Konflikte in den Figuren angelegt sind, damit man diese dann in der Geschichte optimal nutzen kann.
Hand in Hand zu der Arbeit an den Figuren, beginne ich mir Gedanken über die Story zu machen. Es gibt ja die alte Frage, erst die Figuren oder erst die Story zu entwickeln. Um ehrlich zu sein, so streng kann ich das nicht voneinander trennen. Wenn ich keine Ahnung habe, was ich für eine Story schreiben will, wie soll ich dann die Figuren entwickeln? Im konkreten Fall ist es bei mir so, dass schon seit Monaten für mich feststeht: Ich will noch einmal das Thema “Personenschützer” aufgreifen. Ja, das hatte ich schon im letzten Jahr, aber diesmal soll die Story in eine völlig andere Richtung führen. Ein positiver Nebeneffekt: Weniger Recherche und das tut mir im Moment echt gut.
Okay, daraus ergibt sich schon einmal der Beruf meiner Hauptfigur und Grundzüge seines Lebenslaufes und seiner Persönlichkeit. Im nächsten Schritt werde ich mir Gedanken über das Ende meiner Story machen. Wie besiegt mein Held den Schurken?
Äh, wie bitte, ich habe noch keine Ahnung, wovon die Story im Detail handelt, will aber erst wissen, wie das Ende aussieht? Ja, diese Methode des Plottens hat sich für mich bewährt. Wenn ich weiß, wie das Ende aussieht, habe ich eine Vorstellung davon, welche Fähigkeit der Held am Ende der Story besitzen, d.h. im Verlauf der Geschichte erwerben muss. Damit stehen die Grundzüge der Geschichte, sprich, seine Entwicklung. Stichworte: Stufendiagramm. Wirf mal einen Blick auf die entsprechenden Folgen unseres Podcasts DieSchreibDilettanten zum Plot und zum Entwerfen von spannenden Figuren.
Habe ich die Hauptfigur und die Story entwickelt, ist noch genug zu tun.
Die Story wird ausgearbeitet und mit Hilfe eines Stufendiagramms in einzelne Kapitel gegliedert. Ebenso sind noch die Nebenfiguren und Statisten auszuarbeiten. Puh. Viel Arbeit für zwei Wochen, mal sehen, wie ich das schaffe …