Wenn es dunkel wird – Ein Krimi-Kurzgeschichten Schreibwettbewerb von Neobooks

Vor ein paar Wochen habe ich von einem Kurzgeschichten-Wettbewerb bei Neobooks erfahren. Neobooks? Klar, natürlich hatte ich schon einmal von der E-Publishing Plattform von Droemer Knaur gehört, mich damit aber nicht näher beschäftigt. Nun, etwas haben die Veranstalter des Wettbewerbes auf jeden Fall erreicht – das habe ich inzwischen nachgeholt.

Ganz kurz: Auf Neobooks kann man seine E-Books einstellen und bewerten lassen. Wer sich fragt, ob das vielleicht etwas für die eigenen Kurzgeschichten oder Romane ist, am besten Mal die Geschäftsbedingungen auf der Website lesen.

Zurück zum Wettbewerb. Pate der Veranstaltung ist niemand anders als Sebastian Fitzek, als Partner mit dabei u.a. „Bücher“ das Magazin für Literaturbegeisterte und die Autorenschule „Die Textmanufaktur“. Die Teilnahmebindungen sind ziemlich einfach: Eine Kurzgeschichte, 15.000 bis 20.000 Zeichen, aus der Krimi- oder Thrillerecke, zum Thema Nacht. (detailliert: hier).

So ein Pech, dass ich weder eine passende Story auf Lager noch eine Idee oder Zeit hatte.

Ein, zwei Wochen später machte es plötzlich klick! Ich hatte so etwas wie einen zum Thema passenden Plot und nun konnte ich nicht mehr anders, ich legte mein aktuelles Projekt für eine Weile auf Eis, setzte mich an die Kurzgeschichte und schrieb sie nieder (den Titel “Nachtopfer”  zu finden, kostete mich zwei Tage intensives Brainstorming). Oh, ich habe sogar ein eigenes Cover designed – bevor ich las, dass es bei Neobooks auch Fertigcover gibt.

Pech gehabt, aber solche Erfahrungen macht man nur, wenn man mal etwas Neues versucht.

Natürlich stellt sich die Frage: was bringt einem eine Plattform wie Neobooks und ein solcher Wettbewerb (abgesehen von den ausgelobten Preisen, sollte man wider erwarten einen der vorderen Plätze erreichen)?

Es gibt unzählige Möglichkeiten, E-Books zu publizieren, aber Neobooks scheint eine lebendige Website zu sein, auf de sich unzählige Autoren tummeln und gegenseitig kommentieren. Eine tolle Möglichkeit um zu sehen, wo man steht und was man besser machen kann. Gerade für Autoren, die keine Schreibpartner haben. Und vielleicht auch eine Möglichkeit, um Gleichgesinnte kennenzulernen.

Kann ich Neobooks und den Wettbewerb empfehlen? Keine Ahnung, dafür fehlen mir noch die Erfahrungen. Vielleicht ist der Artikel hier für euch aber eine Anregung, mal einen Blick darauf zu werfen. Und euch an einer eigenen Kurzgeschichte zu versuchen. Bis zum 28.06.2013 ist noch Zeit.

Über Links zu Euren eigenen Storys freue ich mich.

10 Tipps für das Schreiben eines Thrillers

Wie schreib man einen Thriller?

Nun, das Wichtigste ist, von der ersten bis zur letzten Seite des Romans so spannend wie möglich zu schreiben, den Leser mitzureißen und nicht mehr loszulassen. Nicht umsonst bedeutet „thrill“ im Deutschen soviel wie „Nervenkitzel“. Und wie schreibt man nun spannend?

Hier meine Top 10 der besten Tipps:

10. Je mehr der Leser um den Helden fürchtet, desto spannender ist eine Szene. Dementsprechend sollte jede Bedrohung so ernst wie möglich sein (nicht nur der Verlust von Geld, sondern der totale Ruin …).

9. Beschreibungen: Nehmen das Tempo aus jeder spannenden Szene – jedenfalls wenn man es übertreibt. Vorsicht. Auch Informationen zum Hintergrund (Stichwort: „info-dump“) sollte man sparsam einsetzen und keinesfalls den Leser damit überhäufen.

8. Eine Szene, die mitten in der Handlung beginnt („late-in“), ist spannender als eine Szene, die erst lang und breit den Leser zur Handlung und zum Höhepunkt führt. Dasselbe gilt entsprechend für das Ende einer Szene. Verlässt man sie ganz, ganz kurz nach dem spannenden Höhepunkt („early-out“) ist das interessanter, als wenn man nach dem Action-Feuerwerk noch allerlei langweiligen Kram berichtet.

7. Dialoge (oder innere Monologe) sind oft effektiver als Beschreibungen, um die Handlung voranzutreiben.

6. Kurze Sätze erhöhen Tempo und Spannung („Er sprang aus dem Auto.“). Noch besser sind unvollständige Sätze („Überschlug sich. Rollte ab.“).

5. Dasselbe gilt für Dialoge: auch diese sollten kurz und knackig sein. Im Zweifelsfall gilt immer: kürzen, kürzen, kürzen

4. Konflikte. Ohne sie ist es unmöglich, Spannung zu erzeugen. Der Held will etwas erreichen. Die Aufgabe des Autors ist es, möglichst hohe Hürden aufzutürmen. Die Reibung ergibt Spannung.

3. Und natürlich sollten diese Hürden nicht im ersten Anlauf zu bewältigen sein. Das Scheitern -erneute Versuchen – erneute Scheitern … (Stichwort: „try/fail cycle“) lässt den Leser an den Fingernägeln kauen. Der Held sollte die Hürde erst dann bewältigen, wenn der Leser schon nicht mehr damit rechnet.

2. Unheimlich wichtig für jeden spannenden Text: ein Held, mit dem der Leser „mitfiebern“ kann. Die Figur sollte sympathisch oder wenigstens interessant sein. Nur so gelingt es, Spannung zu erzeugen, denn wenn dem Leser der Held egal ist, ist es ihm auch egal, ob er an einem Finger über einer Schlucht voll glühender Lava baumelt oder nicht.

1. Man sollte Fragen für den Leser aufwerfen, die erst im Laufe der nächsten Szene (des nächsten Kapitels, des übernächsten, über-übernächsten …) beantwortet werden. Ein neugieriger Leser kann einen Text nicht einfach weglegen.

„The Writer’s Guide to Psychology“ von Carolyn Kaufman

Wenn man Kriminalromane oder Thriller schreibt, wird man häufig vor das Problem gestellt, über Menschen mit psychischen Erkrankungen zu schreiben. Natürlich muss es nicht gleich der Serienkiller sein, der seinen Opfer die Haut abzieht, um sich daraus ein Gewand zu nähen („Das Schweigen der Lämmer“), es kann auch die Heldin sein, die mal in sich gekehrt und depressiv, dann wieder vor Energie berstend und überschwänglich ist („Homeland“).

In so einem Fall stellt sich dann für den Autor die Frage: Wie schreibe ich über solche Menschen?
Nun, vermutlich ist der erste Reflex, es so zu machen, wie man es aus anderen Büchern oder Filmen kennt. Naheliegend. Es stellt sich allerdings die Frage, wo stammen die Informationen aus diesen Quellen her? Ebenso aus wieder anderen Büchern und Filmen? Können die Informationen dann zuverlässig sein? Oft sind sie es vermutlich nicht.
Natürlich kann man auch das Internet oder „Doktor Wikipedia“ befragen. Das ist ein guter Anlaufpunkt, aber oft sind die Texte nicht leicht zu finden oder zu verstehen. Oft widersprechen sich verschiedene Quellen sogar. Und einen Überblick zu dem Thema „Psychische Erkrankungen“ bekommt man durch eine unsystematische Suche auch nicht.
Fachbücher kaufen? Es gibt jede Menge, doch eine flüchtige Recherche lässt mich daran zweifeln, dass diese für den „Normalsterblichen“ geeignet sind.
Was also tun?
Nun, zum Glück hat mir mein Freund Marcus Johanus ein Buch empfohlen, dass sich nicht nur an Laien, sondern sogar explizit an Schriftsteller wendet (siehe auch seinen Blog und die Website der SchreibDilettanten): „The Writer’s Guide to Psychology“ von Carolyn Kaufman.
Okay, das Buch steht bei mir schon seit einer ganzen Weile im Bücherschrank. Im virtuellen Bücherschrank, um genau zu sein, denn ich habe mir die E-Book-Version geholt.
Zunächst eine Warnung: Beim ersten Durchblättern vor einem Jahr fand ich das Buch nicht so toll. Und es hat Monate gedauert, ehe ich es mir wieder vorgenommen habe. Der Grund: Das Thema ist so komplex, das ein schnelles Nachschlagen nur wenig bringt (da ist man dann bei Wikipedia & Co. besser aufgehoben). Stattdessen sollte man die Writer’s Guide von der ersten bis zur letzten der 234 Seiten lesen. Nein, nicht lesen, durcharbeiten. Sorgfältig. Auch wenn es ein wenig dauert, so viel schon einmal vorab, die Mühe lohnt sich.
Carolyn Kaufmann, die Autorin des Buches, ist Psychologin und College Professorin. Im Gegensatz zu vielen anderen Büchern, die sich mit Störungen oder Erkrankungen der menschlichen Psyche beschäftigen, wurde dieses Buch speziell für Autoren geschrieben. Es ist also nicht nur leicht lesbar, sondern geht im Aufbau und mit vielen Beispielen auch auf die Bedürfnisse von Schriftstellern ein.
Was findet man in dem Schmöker?
Zunächst wird man mit einer Anzahl von psychologischen Mythen konfrontiert. Liegen Patienten beim Psychotherapeuten wirklich auf einer Couch? Stück für Stück erfährt man von Carolyn Kaufmann allerlei Nützliches und schon nach wenigen Seiten hat man jede Menge verwertbarer Informationen aufgesaugt.
Dann wird es ernst:
Wie denkt ein Therapeut? Wie funktioniert der Beruf eines Psychotherapeuten? Wie läuft eine Therapiesitzung ab? Und dann: Kapitel um Kapitel, die sich mit den verschiedensten psychischen Problemen beschäftigen.
Puh, den Stoff muss man erst einmal verdauen.
Das ganze wird dann mit einem Kapitel über Schurken abgerundet und das ist nun wirklich etwas, was das Herz eines jeden Krimi- und Thrillerautoren höher schlagen lassen sollte. Und ganz zum Abschluss gibt es dann noch ein paar Seiten zu Medikamenten und verschiedenen Behandlungsmethoden.
Hat man das alles hinter sich gebracht, schwirrt einem der Kopf vor Informationen. Mir ging es jedenfalls so.
Zum Glück wird der Text zwischendurch durch kleine Q&A Sessions (d.h. Fragen von Autoren an Carolyn Kaufmann), Fallbeispiele und Anekdoten aufgelockert. Dennoch: Das Buch ist auf jeden Fall eine fordernde Lektüre. Man sollte sich Zeit nehmen, es durchzuarbeiten.
Was das Lesevergnügen leider ein wenig beeinträchtigt:
Erst einmal ist das Buch auf englisch und bei einem Fachbuch -selbst wenn es eigentlich verständlich geschrieben ist – ist das doch ein Problem. Besonders bei Fachbegriffen kam ich immer wieder ins Stolpern. Wie heißt die Erkrankung denn nun auf deutsch, fragte ich mich immer wieder. Ein Wörterbuch hilft.
Ebenso habe ich mir besonders in den ersten Kapiteln die Frage gestellt, inwieweit sich die Aussagen zu den verschiedenen therapeutischen Berufen, zu Recht und Gesetz auf Deutschland übertragen lassen. Hier ist sicherlich noch ein wenig Nachrecherche nötig (außer, die eigenen Geschichten spielen eh in den Staaten).
Was mir bei meinem E-Book auch auffiel: Der Aufbau der Kapitel und Unterkapitel war nicht immer leicht nachzuvollziehen. Ich vermute aber, dass das beim gedruckten Buch einfacher ist.
Und, wie sieht mein Fazit aus?
Wenn man Krimis oder Thriller schreibt und der englischen Sprache halbwegs mächtig ist, führt an dem Buch vermutlich kaum ein Weg vorbei. Ja, „The Writer’s Guide to Psychology“ ist nicht perfekt. Ja, der Aufbau könnte für meinen Geschmack eingänglicher sein. Dennoch, Carolyn Kaufmann bemüht sich redlich, das schwierige Thema so lesbar wie möglich aufzubereiten. Sie spart nicht an Beispielen aus Büchern und Filmen und ergänzt die akademischen Texte immer wieder mit interessanten Auflockerungen. Immer hat sie dabei ihre Zielgruppe, d. h. Schriftsteller, im Auge und orientiert sich daran, was für das nächste Buchprojekt interessant sein könnte. Klar, es gibt jede Menge Schreibratgeber. Warum ist aber vor Carolyn Kaufmann (meines Wissens nach) niemand auf die Idee gekommen, einen Schreibratgeber mit dem Thema Psychologie zu schreiben?
Nach anfänglichen Schwierigkeiten habe ich es jedenfalls nicht bereut, mir dieses (E-) Buch zu holen.

“The Cabin in the Woods” – Ein Horrorfilm nicht nur für Autoren

Normalerweise sind Horror-Filme nicht so mein Genre. Krimis und Thrillers locken mich schon eher ins Kino oder vor den Fernseher. Und Teenie-Slasher-Filme liegen mir ganz besonders fern. Allerdings, soviel vorab, „The Cabin in the Woods“ ist ein grandioser Film. Ein grandioser Film von dem man als Autor – selbst wenn man nicht im Horror Genre unterwegs ist – sich eine ganze Menge abschauen kann.

Drew Goddard und Joss Whedon sind für Regie, Drehbuch und als Produzenten für den Film verantwortlich. Beide haben viele, viele Jahre an der Teenie-Horror-Serie „Buffy – Im Bann der Dämonen“ und „Angel – Jäger der Finsternis“ gearbeitet und das merkt man „The Cabin in the Woods“ in positivster Art und Weise an. Hauptrollen spielen Kristen Connolly, die mir vorher noch nicht bekannt war, Chris „Thor“ Hemsworth und Jesse Williams, der vielleicht dem Einen oder Anderen aus den aktuellen Folgen von „Greys Anatomy“ bekannt ist. Insgesamt also vielleicht nicht die erste Garde des amerikanischen Kinos, aber durchaus bekannte und vor allen Dingen gute Schauspieler.

So, worum geht es eigentlich in „The Cabin in the Woods“?

Ich will mich bemühen, nicht zuviel von der Handlung zu verraten, nur soviel: Ein Gruppe von Teenagern bricht mit einem Wohnmobil in die Wildnis auf, um in einer Hütte im Wald ein Wochenende zu verbringen. Von den Warnungen eines einsiedlerischen Tankwarts lassen sie sich nicht abschrecken und – wie sollte es anders sein – am Ende des Films sind sie nicht mehr alle am Leben … Soweit nicht wirklich originell. Was hat es aber mit den Wissenschaftlern auf sich, die das ganze Schauspiel beobachten?

Und das ist es, was mich als Autor an dem Film fasziniert. Drew Goddard und Joss Whedon schaffen es, sich der Konventionen des Teenie-Slasher-Genres zu bedienen, um diesen auf die Spitze zu treiben – und diese dann in grandioser Weise zu brechen. Der Film bewegt sich dabei immer haarscharf an der Persiflage vorbei, ohne aber auch nur eine Sekunde platt, wie die vielen „Nackten Kanone Filme“ zu werden. Im Gegenteil: Er bleibt bis zum bitteren Ende dem Horrorgenre verhaftet und wenn man gerade noch schallend gelacht hat, bleibt einem dann auch wieder das Lachen im Halse stecken. Keine Frage, Goddard und Whedon sind in dem Genre zu Hause. Sie wissen genau, wie Horror-Filme funktionieren.

Für jeden Autor ist der Film ein herausragendes Beispiel, wie man auch einem ausgelutschten Genre mit ein paar Kniffen und Ideen neuen Schwung einhauchen kann. Aber selbst, wenn man „nur“ mal wieder einen neuen, tollen Film sehen will: Unbedingt zugreifen. Kein Wunder, dass „The Cabin in the Woods“ sich bei „Rotten Tomatoes“ eine Bewertung von 92% verdient hat. Bisher mein Film des Jahres.

Die Top 10 meiner Schreibtools

Schreiben ist eine Tätigkeit, für die man eigentlich nicht viel benötig: Ein Bleistift, ein wenig Papier und es kann losgehen – sollte man meinen. Dennoch, es gibt auch eine Menge Werkzeuge, die dem Schriftsteller das tägliche Handwerk erleichtern. Ich habe mich mal hingesetzt und die Top 10 meiner Schreibtools verfasst.

 

10. Mein Kaffeepott

Was ist der Schriftsteller ohne einen Kaffee? Oder in meinem Fall einem heißen Tee (Hagebutte) am frühen Morgen und dem Latte Macchiato am Nachmittag? Zum Wachwerden oder wach bleiben. Klar, man kann es auch wie Ernest Hemingway machen und das Heißgetränk durch einen „Cuba Libre“ ersetzen, aber meiner Meinung nach, schreibt es sich nüchtern einfach besser (und vor allen Dingen, das Risiko, sich dann irgendwann mit einer Flinte den Kopf wegzublasen, ist mit klarem Kopf deutlich geringer).

9. Externe Festplatte
Gibt es etwas Schlimmeres, als die Arbeit von Tagen, Wochen oder gar Monaten durch einen falschen Tastendruck oder einen defekten Computer zu verlieren? Einmal ist mir das tatsächlich passiert. Zum Glück waren nur zwei Kapitel. Dennoch, beim jedem Buchstaben, den ich noch einmal tippen musste, hatte ich das Gefühl, nur halb so gut wie beim ersten Mal zu sein. Und wenn ich daran denke, einen kompletten Romanentwurf zu schrotten … Brr, nein danke. Ich setze jetzt auf eine externe Festplatte, auf der ich regelmäßig meine Arbeit sichere.
8. Duden-App
Muss ich dazu etwas sagen? Kurzes Quiz, heißt es „zu hause“, „zuhause“ oder „zu Hause“? Mein Hirn ist in der Beziehung wie ein Sieb. Ich kann nicht sagen, wie oft ich das inzwischen nachgeschlagen habe (Übrigens, für alle, die sich nicht ganz sicher sind, richtig sind Antwort 2 und 3. Empfohlen wird „zu Hause“). Und da ich mit der Zeit gehe, verwende ich inzwischen die Duden-App für das iPhone, die habe ich immer dabei und das Nachschlagen dauert im Gegensatz zu dem gelben Buch, mit dem ich ich mich durch die Schule gequält habe, nur wenige Sekunden.

7. iA Writer
Das kleine Schreibprogramm für den Mac, iPad und das iPhone. Mit dem schreibe ich meine ersten Entwürfe. Nichts lenkt ab und das Geschriebene wird mit allen meinen Geräten synchronisiert. Klasse. Übrigens: Diesen Artikel habe ich auch auf iA Writer getippt.
6. Laufschuhe
Ein gesunder Geist in einem gesunden Körper (oder so ähnlich). Tagein, tagaus mit krummen Rücken am Schreibtisch zu hocken ist nicht gesund. Also Laufschuhe anziehen und eine Runde durch die Nachbarschaft drehen. Das hilft nicht nur der Gesundheit, nein, es ist auch meine Gelegenheit, meine Lieblingspodcasts zu hören und die Gedanken schweifen zu lassen. Tatsächlich, meine besten Schreib- und Überarbeitungsideen sind mir beim Laufen gekommen.
5. Papyrus Autor
Die letzte Software, durch die ich meine Manuskripte jage. Für meinen Geschmack nicht hübsch anzuschauen, aber unübertroffen fürs Überarbeiten. Klasse Fehler- und Grammatikkorrektur. Gnadenlos, wenn es um das Aufspüren zu langer Sätze oder sich wiederholender Worte geht.
4. Wikipedia
Die Recherche steht am Anfang jedes Schreibprojekts. Ja, es gibt viele, die über Wikipedia spotten und dicke Fachbücher oder den Gang zur Bibliothek vorziehen. Und ja, auch ich habe viel zu viel Geld in das eine oder andere Sachbuch investiert. 95% der Recherchearbeit lässt sich aber meiner Erfahrung nach mit dem genialen Onlinelexikon erledigen.
3. iPod
Schreiben oder lesen? Die Frage stellt sich für mich oft. Eine Möglichkeit, trotz mehrerer Stunden am Schreibtisch zum Lesen zu kommen, das praktische Hörbuch für unterwegs. Und nicht nur das: Schreibbücher gut und schön. Die besten Schreibtipps verdanke ich aber Schreibpodcasts wie „Writing Excuses“. Und wie höre ich die? Natürlich unterwegs. Kleine Anmerkung am Rande. Statt den „Writing Excuses“ kann man natürlich auch unserem Autorenpodcast „Die SchreibDilettanten“ prima am iPod lauschen.
2. Scrivener
Das absolut beste Schreibprogramm aller Zeiten: Scrivener. Perfekt zum Plotten und Schreiben eines Romans. Voller nützlicher Features, die ich an dieser Stelle unmöglich alle aufzählen kann. Inzwischen nicht nur für den Mac sondern auch für PCs zu haben. Und hoffentlich bald auch mit einer Version für Mobilgeräte.
1. Mail
Und was steht auf dem ersten Platz meiner Top 10 der Schreibtools? Mein E-Mail-Programm. Man braucht es nicht nur, wenn man endlich ein Projekt abgeschlossen hat und verzweifelt einen Agenten oder einen Verlag sucht. Nein, gerade bei der Entstehung eines Romans ist es für mich absolut unverzichtbar. Für mich steht und fällt das Schreiben mit der Möglichkeit, mich mit anderen Schriftstellern auszutauschen. Sich gegenseitig zu motivieren, sich anzufeuern. Erste Entwürfe eines Manuskripts auszutauschen und gemeinsam zu besprechen. Ratschläge einholen oder auch selbst Tipps zu geben. So viele Stunden sitzt man alleine am Computer, dennoch oder gerade deshalb ist die Kommunikation mit Gleichgesinnten das A und O und die schnelle E-Mail wie geschaffen dafür.